Das Skating als Trendsportart ist bereits seit den 1980er Jahren in Deutschland etabliert. Es bedient sich dabei zweier wesentlicher Grundelemente: Dem Schlittschuhschritt und dem Doppelstockschub. Beide müssen erst erlernt werden, bevor die Technik des Skatings weiter präzisiert werden kann.
Allerdings sind die beiden Grundelemente, sowie weitere Elemente, wie etwa die Techniken für Abfahrten, zum Nehmen von Kurven oder zum Bremsen, weitestgehend identisch mit dem Skilanglauf, aus dem sich das Skating als solches entwickelt hat. Ziel war es dabei stets, eine höhere Geschwindigkeit beim Langlauf zu erreichen, wobei die Skating Technik jedoch sehr viel anstrengender und aufwändiger, als der klassische Langlauf ist. Diese erhöhten Geschwindigkeiten entstehen dadurch, dass beim Schlittschuhschritt keine Notwendigkeit besteht, dass der Ski erst einmal einen Moment auf dem Boden haftet. Er kann direkt aus dem Gleiten heraus erfolgen.
Der Schlittschuhschritt
Wie bereits erwähnt, ist der Schlittschuhschritt das zentrale Element beim Skating. Hierbei erfolgt ein Abdruck stets wechselseitig vom Ski hinweg. Dieser sollte schräg zur Bewegungsrichtung gehalten werden. In der Bewegung gleitet der Ski immer weiter, wird gegen Ende des Abdrucks allerdings zunehmend stärker aufgekantet.
Dabei muss auch der Schwerpunkt des Körpers verlagert werden. Hierbei wird eine pendelnde Bewegung, die sehr rhythmisch verläuft, zu Grunde gelegt. Diese Bewegung erfolgt quer zur eigentlichen Bewegungsrichtung. Ziel ist es, dass die Gleit- und Abdruckphase miteinander verschmelzen.
Wie der Ski ausgestellt wird, muss der Skater selbst entscheiden, hierbei hängt die Stellung der Skier vor allem vom jeweiligen Gelände, der angewandten Technik, sowie der Geschwindigkeit, mit der man vorankommt, ab. Der Schlittschuhschritt kann variiert werden, was vor allem durch unterschiedliche Bewegungstechniken, sowie den Einsatz des Stocks erreicht wird.
Der Doppelstockschub
Auch der Doppelstockschub nimmt eine entscheidende Bedeutung im Skating ein. Hierbei wird der Doppelstockschub eigentlich dem klassischen Langlauf entnommen. Insgesamt unterteilt sich der Doppelstockschub in drei Phasen. Zunächst tritt die Zugphase auf, die sich direkt nach dem nach vorne Schwingen der Arme entwickelt. Die Stöcke werden hierbei in einem spitzen Winkel in den Schnee gesetzt. Nun wird der Körper nach vorne gebracht und die Stöcke werden wieder an den Körper heran gezogen. Die Ellenbogen sollten hierbei leicht angewinkelt werden, wobei der Winkel wiederum abhängig von der Geschwindigkeit ist.
Im zweiten Schritt folgt die so genannte Schubphase. Sie beginnt, wenn die Hände an den Knien vorbei ziehen. Der Körper des Langläufers ist jetzt in einer sehr tiefen Position zu sehen, die Arbeit wird nicht, wie während der Zugphase, von Oberarm-, Rücken- und Schultermuskulatur durchgeführt, sondern ausschließlich von den Armen. Damit die Schubphase verlängert werden kann, sollten die Stöcke nur noch mit Daumen und Zeigefinger geführt werden, die restliche Hand öffnet sich. Direkt an die Schubphase schließt sich die dritte Phase, die so genannte Schwungphase an. Sie beginnt dann, wenn die Stöcke wieder den Schnee verlassen. Dabei dauert sie bis zur neuerlichen Berührung des Schnees an, wo wiederum die Zugphase einsetzt.
Der Doppelstockschub kann je nach Bewegungsvariante im Skating unterschiedlich eingesetzt werden. Immer jedoch bedeutet er eine enorme Kraftaufwendung und setzt eine entsprechend gut ausgebaute Muskulatur des Oberkörpers voraus, weshalb diese Form des Langlaufs insgesamt recht anstrengend ist.