Der motorisierte und fahrbare Untersatz für die meisten Menschen ist das Auto. Doch sobald die ersten Sonnenstrahlen im Frühjahr am Himmel erscheinen, werden die zahllosen Motorräder wieder aus den Garagen geholt und ausgefahren. Die Biker begegnen einem am Sonntagnachmittag bei strahlendem Sonnenschein und strahlen Lebensfreude pur aus. Bei dem Wetter sollte man allerdings nicht auf die schützende Kleidung verzichten, auch wenn das darunter sehr warm werden kann. Die Männer nehmen bei einer Tour ganz gerne mal ihre Freundin mit, aber auch diese sollten sich schützen. Natürlich sehen High Heels für lange Beine sexy aus, allerdings sollten Schutzschuhe, Hose und Jacke nicht fehlen. Wenn der Schutz gewährleistet ist, steht einem nichts im Wege, um am Wochenende aus Spaß durch die Gegend zu fahren und dabei das Feeling vom Motorrad fahren zu genießen.
Wem das noch nicht reicht, der beteiligt sich auch aktiv am Motorrad-Sport. Mittlerweile gibt es zahlreiche Wettkämpfe in diesem Bereich, darunter die Motorrad-Europameisterschaft, die Motorrad-Weltmeisterschaft, das MotoGP und das Moto2, die Superbike-Weltmeisterschaft, die 8 Stunden von Suzuka oder die Isle of Man TT, um nur einige der bekanntesten Wettkämpfe zu nennen.
Die Motorrad-Europameisterschaft
Bei keinem dieser Wettkämpfe darf ein guter Motorradhelm fehlen. Denn dieser ist absolutes Pflichtprogramm. Es geht schließlich darum, der schnellste Fahrer des Wettkampfs zu sein und Motorräder besitzen bekanntlich keine Knautschzone. Kommt es also zu einem Unfall, würde dieser ohne den richtigen Helm schnell tragisch enden.
Bei der erwähnten Motorrad-Europameisterschaft handelt es sich um eine Meisterschaft für Straßenmotorräder. Die Motorrad-Europameisterschaft wurde in der Zeit von 1924 bis 1939 konsequent durchgeführt. Auch in den Jahren 1947 und 1948 wurde die Meisterschaft ausgetragen. Danach wurde es still um die europäische Meisterschaft der Straßenmotorräder. Erst 1981 wurde die alte Tradition wieder belebt.
Die Teilnehmer werden in verschiedene Klassen gegliedert, die abhängig sind von der Zylinderzahl, der Arbeitsweise, dem Gewicht und dem Hubraum des verwendeten Motorrads. In jeder der Klassen wird ein Europameister gekürt. Nachwuchsfahrer, die an der Motorrad-Europameisterschaft teilnehmen, können sich auch für die Weltmeisterschaft qualifizieren. Die Motorrad-Europameisterschaft besteht dabei aus mehreren Läufen, für die die Fahrer Punkte erhalten. Wer am Ende der Saison die meisten Punkte erreicht hat, wird zum Europameister gekürt. Ursprünglich wurde lediglich eine Strecke festgelegt, der schnellste Fahrer gewann dann den Titel.
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Die Motorrad-Weltmeisterschaft
Die Motorrad-Weltmeisterschaft findet seit dem Jahre 1949 statt und wird regelmäßig durch die FIM ausgetragen. Teilnehmen können alle Fahrer mit Straßenmotorrädern, die sich vorher qualifiziert haben. Diese werden wiederum in Abhängigkeit von Zylinderzahl, Gewicht, Hubraum und Arbeitsweise ihrer Motorräder in verschiedene Klassen eingeteilt. Die Motorrad-Weltmeisterschaft gilt für Straßenmotorräder und darf nicht mit den Weltmeisterschaften für Motocross und Speedway verwechselt werden.
Waren ursprünglich vorwiegend Viertakter bei den Motorrad-Weltmeisterschaften vertreten, wandelte sich das Bild in den 1970er Jahren. Seither dominieren die Zweitakter, die damals vorrangig aus Japan stammten und die europäischen Modelle verdrängten. Seit 1983 gibt es auch die Klasse der 350 Kubikzentimeter Hubraum nicht mehr, sie wurde ersatzlos gestrichen. Die Hubraum-Klasse von 50 Kubikzentimeter, die oft als Schnapsglas-Klasse bezeichnet wurde, wurde 1984 durch die 80 Kubikzentimeter Klasse ersetzt. Seit 1997 und bis 2001 wurde die Motorrad-Weltmeisterschaft lediglich in drei Klassen, nämlich 125, 250 und 500 Kubikzentimeter ausgetragen. Ab 2010 ist die 250 Kubikzentimeter Klasse durch die Moto2-Klasse ersetzt worden. Diese wird mit einem umweltschonenderen Viertakter, statt mit dem bis dato üblichen Zweitakter ausgestattet.
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